Kiefergelenkerkrankungen

Probleme mit den Kiefergelenken resultieren aus vielerlei Gründen. Als Dreh- und Gleitgelenk nimmt das Kiefergelenk eine gewichtige Stellung im Körper ein und hilft dem Unterkiefer, sich in alle Richtungen zu bewegen. Nicht nur beim Kauen, sondern auch beim Sprechen stimmt das Kiefergelenk die Aktivitäten zwischen Ober- und Unterkiefer genau aufeinander ab. Dabei kontrolliert das zentrale Nervensystem das Zusammenspiel zwischen Gelenk, Kiefer und Kaumuskeln. Sobald eine Komponente des gesamten Systems gestört ist, kann dies zu einer Kettenreaktion führen. Mediziner sprechen dann von Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD). Zu den Ursachen gehören beispielsweise stressbedingtes nächtliches Zähneknirschen, rheumatische Erkrankungen oder auch durch Arthrose bedingte Verschleißerscheinungen. Aufgrund von Funktionsstörungen arbeiten die einzelnen Parteien nicht wie gewohnt zusammen. Dadurch kommt es in vielen Fällen zu einer Kieferfehlstellung und einer Erkrankung des Kiefergelenkes.

Symptome:
Zu den Anzeichen für eine Erkrankung des Kiefergelenkes gehören unter anderem Wangenschmerzen im Bereich der Kiefergelenke, die bis in die Ohren, zur Schläfe oder sogar bis in die Schulterregion ausstrahlen können. Auch Einschränkungen beim Öffnen des Mundes oder seitliche Abweichungen des Kinnes währenddessen, Knackgeräusche und Schmerzen beim Kauen, Sprechen und Gähnen sowie unklare Gesichtsschmerzen deuten auf ein krankes Kiefergelenk hin.

Therapie:
Bei der Behandlung von Kiefergelenkerkrankungen kommt es vor allem auf eine präzise, auf die Beschwerden abgestimmte Untersuchung an, da die Ursachen vielfältig sind und sich teilweise in den Symptomen sehr ähneln.