Spondylitiden

 

Spondylitiden sind entzündliche knöcherne Wirbelsäulenveränderungen. Meist entsteht die Entzündung an anderer Stelle im Körper, beispielsweise in der Lunge. Von dort aus gelangen die Bakterien über den Blutfluss ins Knochengewebe.

In einigen Fällen bringen Entzündungen knöcherne Veränderungen der Extremitäten, aber auch der Wirbelsäule mit sich. Dies trifft besonders auf rheumatische Erkrankungen zu. Bekanntestes Beispiel ist die Spondylitis ankylosans, auch bekannt als Morbus Bechterew. Hierbei entstehen Kalkbrücken zwischen den Wirbelkörpern, die zu einer kompletten Einsteifung der Wirbelsäule führen können.

Symptome: Normalerweise zeigen sich Spondylitiden durch Rückenschmerzen im betroffenen Bereich. Unterbleibt jedoch eine schnelle Behandlung, kann sich die Entzündung auf das umgebende Gewebe ausweiten und auch Nervenfasern befallen. In diesem Fall strahlen die Schmerzen dann oft in die Beine aus und es kommt zu Störungen der Blasenfunktion.

Therapie: In der Regel erfordern Spondylitiden einen Klinikaufenthalt, da wir die Entzündung so schnell wie möglich beheben müssen, damit sie nicht weiteres Gewebe schädigt. Gewöhnlich kommen hier Antibiotika zum Einsatz. Sind bereits knöcherne Veränderungen erfolgt, ist eine vollständige Heilung nicht möglich. Deshalb wenden wir hierbei im Rahmen konservativer Therapien Krankengymnastik und medikamentöse Behandlung durch Schmerz- und Entzündungshemmer an, um die Wirbelsäule möglichst lange beweglich zu halten. In bestimmten Fällen führt eine minimalinvasive Schmerztherapie wie Vereisung oder Rückenmarkstimulation (Schmerzschrittmacher) zur Linderung der Beschwerden.