Narbenkorrektur

Treten an der Haut Verletzungen auf, die unter der Epidermis liegen, bildet sich Narbengewebe. Dies besteht aus unspezifischem, faserreichem und minderwertigem Bindegewebe. Gelegentlich heilen Narben nicht in gewohnter Weise und so können – neben einem unästhetischen Äußeren – verschiedene Probleme auftreten: beispielsweise Einschränkungen und Schmerzen bei Bewegung. In seltenen Fällen können Narben bei Erwachsenen sogar Krebsgeschwüre auslösen. Bei Kindern besteht zusätzlich die Gefahr einer Wachstumsstörung.
Um Narben zu korrigieren, sollten zunächst einfache, daheim anwendbare Methoden wie Massagen mit speziellen Salben getestet werden. Zeigt dieses Vorgehen keinen Erfolg, sollten Patienten sich bezüglich operativer Maßnahmen beraten lassen. Dabei trennen wir die Narben zunächst mit einer besonderen Schnitttechnik im Zickzack-Muster auf. Im Anschluss werden die Hautpartien wieder zusammengeführt. Dadurch wird die Narbe nicht nur unauffälliger, sie schrumpft auch nicht mehr und übt so keinen Zug auf das umliegende Gewebe aus. Das Verfahren bietet sich jedoch nicht bei großflächigen Narben an. Diese müssen herausgeschritten werden. Danach wird die Haut mit einem speziellen Verfahren gedehnt, somit in die Breite gezogen und im Anschluss wieder zusammengeführt. Alternativ kann dazu auch ein Gewebeexpander dienen.
Eine weitere Möglichkeit stellt die Transplantation dar. Hier besteht jedoch das Problem, dass an der Stelle, an welcher die Haut entnommen wird, eine weitere Narbe entsteht.

Achtung: Da Narben sich zunächst noch verändern, sollten operative Eingriffe nicht sofort stattfinden. Und auch im Anschluss an eine OP kann eine Beurteilung über den Erfolg frühestens nach 6-12 Monaten erfolgen.